Fotografieren lernen - 5 Quicktipps für bessere Bilder
Lesezeit ca. 3 Min.

Meine 5 Quicktipps

Du bist gerade dabei, Fotografieren zu lernen? Hervorragend. Dann habe ich heute 5 hilfreiche Tipps für Dich, wie Du Deine Fotos verbessern kannst.

Tipp 1: Planung

Als ich damals angefangen habe, Fotografieren zu lernen, waren meine ersten Ergebnisse oftmals nicht wirklich gut. Dabei habe ich häufig den wohl wichtigsten Faktor außer Acht gelassen: Das Licht. Licht ist bei der Fotografie der wohl wichtigste Parameter. Epische Aufnahmen gelingen Dir in der Regel auch nur bei epischen Lichtverhältnissen. Darum: Plane Dein Motiv. Die besten Bilder entstehen bei Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang. Ich nutze dafür gerne die App Photopills und Google-Maps.

Tipp 2: Belichtungszeit

Achte auf Deine Belichtungszeit. Du hast häufig das Problem, dass Deine Bilder verwackelt und unscharf sind? Dann hast Du mit ziemlicher Sicherheit bei zu hoher Belichtungszeit aus der Hand fotografiert. Ich empfehle allen Anfängern, die gerade dabei sind, Fotografieren zu lernen, sich mit dem Zusammenspiel zwischen Blende, ISO und Belichtungszeit zu befassen. Ich werde diesem Thema in den nächsten Wochen auch noch ein eigenes Video widmen.

Grundsätzlich solltest Du aber immer schauen, dass Du mit möglichst kurzer Belichtungszeit aus der Hand fotografierst. Es gibt eine grobe Faustformel, die besagt, dass der Kehrwert der Brennweite die maximal möglich Belichtungszeit ist, aus der man aus der Hand fotografieren kann, ohne zu verwackeln. Diese Formel ist nicht immer 100 % genau, ich verwende sie aber gerne als groben Richtwert.

Beispiel:

Wenn Du mit einer Brennweite von 200mm fotografierst, kannst Du aus der Hand mit maximal 1/200 belichten.

Durch Blende und ISO-Wert kannst Du die Belichtungszeit natürlich auch noch beeinflussen. Bei zu hohen ISO-Werten verlierst Du aber immer Bildqualität. Darum empfehle ich Dir nach Möglichkeit immer ein Stativ zur Hand zu haben. Hat Deine Kamera oder Dein Objektiv einen Bildstabilisator? Dann solltest Du den natürlich einschalten. Sobald die Kamera auf dem Stativ steht, musst Du den Stabilisator aber deaktivieren.

Tipp 3: Blende

Nutze die Blende richtig. Du willst, dass Dein Motiv von vorne bis hinten scharf dargestellt wird? Dann musst Du die Blende schließen, also einen hohen Blendenwert wählen. Aber aufgepasst. Zu hohe Blendenwerte führen zu Unschärfe im Bild – die sogenannte Beugungsunschärfe. Meine Empfehlung ist, je nach Objektiv bis maximal Blende 16 abzublenden. Naheinstellungsgrenze und hyperfokale Distanz lassen wir an dieser Stelle einmal außen vor.

Wenn Du das Gegenteil erreichen willst, musst Du die Blende öffnen. Mit niedrigen Blendenwerte kannst Du ein Motiv im Vordergrund vom Hintergrund freistellen. Wenn Du gerade dabei bist, Fotografieren zu lernen, wirst Du mit Sicherheit auch schon vom sogenannten Bokeh gehört haben. Diese Unschärfe im Hintergrund erzeugst Du mit genau diesen Einstellungen.

Und ganz wichtig: Immer korrekt fokussieren!

Tipp 4: Kamera ausrichten

Richte Deine Kamera aus. Ich weiß noch: Als ich damals angefangen habe Fotografieren zu lernen, waren das Hauptmerkmal meiner Architekturbilder die stürzenden Linien. Klar kann man das als Stilmittel einsetzen. Ich empfinde diesen Effekt aber eher als störend.

Adobe Photoshop bietet glücklicherweise die Möglichkeit, diese Linien zu korrigieren. Wenn aber Dein Ausgangsmotiv schon zu starke Verzerrungen aufweist, kann man mit der Perspektivkorrektur in der Regel auch nur noch Schadensbegrenzug betreiben.

Darum solltest Du schon vor dem Fotografieren die Kamera korrekt ausrichten. Das geht über eine Wasserwaage am Stativkopf oder aufgesteckt auf der Kamera. Außerdem haben viele moderne Kameras eine Wasserwaage bereits integriert, die Du Dir nur anzeigen lassen musst.

Tipp 5: Perspektive

Nutze neue Perspektiven. Gebäude sehen beispielsweise spannender aus, wenn Sie von Bodennähe aus fotografiert werden. Die besten Landschaftsfotos haben immer ein Motiv im Vordergrund mit dabei. Das kann zum Beispiel ein Busch oder ein Felsen sein. So ein Element gibt dem ganzen Motiv Tiefe und macht aus einem guten Bild eine epische Aufnahme. Hier kannst Du Dir auch die verschiedenen Bildwirkungen der jeweiligen Blenden (siehe Tipp 3) zu Nutze mache. Probier’s einfach aus und hab‘ Spaß!

Spezial-Tipp:

Schau‘ Dir einfach mein neustes Video an – da erkläre ich Dir alles auch mit Beispielen. Wenn Dir der Kanal gefällt, dann abonniere ihn und verpasse kein Video mehr.




Unterstütze 0711bilder

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beitragskommentare