Landschaftsfotografie Stuttgart
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So entstehen unsere 0711bilder-Motive

Heute nehmen ich Dich mit in die wundervolle Landschaft der Berge und mit möchte mit Dir ein wenig über den Filtereinsatz (hat natürlich nichts mit Kaffee zu tun), Stative und die ominöse „doppelte RAW-Entwicklung“ quatschen.

Du kennst sicherlich auch diese wunderschönen Bilder von einem Alpensee, auf denen das Wasser besonders klar und glatt, ja teilweise fast schon nebelartig aussieht. Ich liebe diese Art der Landschaftsfotografie. Und wenn man erstmal weiß, wie‘s geht, ist es auch gar nicht mehr so schwer, versprochen. Darum hier meine Landschaftsfotografie Tipps.

Die Vorbereitung

Klar gibt es tolle Schnappschüsse. Und oft sind auch die zufälligen Bilder die besten. Aber glaub‘ mir: Wenn Du den perfekten Alpensee fotografieren möchtest, kommst Du um ein bisschen Planung nicht herum. Das Wichtigste für uns Fotografen ist natürlich immer das Licht. Nichts beeinflusst das Motiv am Ende so sehr wie die Lichtstimmung und die damit verbundenen Farben. Jetzt denkst Du Dir vielleicht: Wozu gibt es Photoshop. Aber glaub mir eins: Du kannst viel mit Bildbearbeitung aus Bilddaten heraus holen – aber eben auch nicht alles.

Tipps zur Landschaftsfotografie
Der Malerwinkel am Königssee – zur falschen Zeit am richtigen Ort

Dieses Bild wurde zum Beispiel während der Mittagssonne aufgenommen. Wie Du siehst, wirken die Farben sehr blass und insgesamt „dunstig“ und im Hintergrund kann man sogar die massive Sonneneinstrahlung erkennen- Das lässt sich natürlich ein stückweit reparieren – aber dadurch verliert Dein Motiv immer auch Qualität. Und sind wir ehrlich – so richtig geil wird das Ergebnis am Ende definitiv nicht sein. Bei mir ist das Motiv leider in der Tonne gelandet.

So machst Du es besser als ich: Tipps für die Planung:

  • Informiere Dich vor Deiner Reise welche Spots zu den Highlights gehören. Oft liefert hier auch Google-Maps überraschend gute Ergebnisse. Oder ganz altmodisch: Frag‘ einfach andere Fotografen, ob jemand schon einmal dort fotografiert hat.
  • Es heißt nicht umsonst: „Zwischen 12 und 3 hat der Fotograf frei“. Die epischen Motive entstehen während Sonnenauf- oder Untergang.
  • Mit Apps wie z.B. PhotoPills lässt sich sehr exakt bestimmen, zu welcher Zeit die Sonne an welcher Stelle stehen wird. Das kannst Du nutzen, um nicht in die heftigste Gegenlichtsituation ever zu kommen.
  • Stelle Deine Ausrüstung so zusammen, dass Du am Spot alles Notwendige dabei hast. Glaub‘ mir – es gibt einfach nichts schlimmeres als kurz vor Sonnenuntergang festzustellen, dass man sein Stativ im Auto vergessen hat (true story)
  • Vergiss nicht festes Schuhwerk mitzunehmen.
  • Das Wetter kannst Du natürlich nicht beeinflussen. Aber wenn Du Dich zwischen blauem Himmel und Wolken am Himmel entscheiden kannst – nimm‘ immer die Wolken.
  • Natürlich kannst Du nicht immer alles planen. Und teilweise muss man auch einfach die Gegebenheiten hinnehmen, die vorhanden sind. Darum mache ich immer (wirklich immer) mein Bild und schaue später dann, was ich verwenden kann und was nicht.
  • Und ganz wichtig: Halte Dich immer an die Regeln. Naturschutzgebiete heißen nicht umsonst so. Kein Bild der Welt rechtfertigt, dass man Natur zerstört und Wildtiere vertreibt.

Die Ausrüstung

Gib’s zu – das Thema interessiert Dich wahrscheinlich mehr als die Planung – aber ohne Planung keine Party. Um zu verstehen, warum Du für ein solches Bild spezielle Filter benötigst, muss ich ein wenig ausholen. Keine Angst – ich versuche mich kurz zu halten.

Die Kamera

„Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Fotograf dahinter“ – das solltest Du immer bedenken, egal was Du irgendwo liesst oder Dir irgendjemand erzählt. Mit einer „besseren“ Kamera wird Du keine besseren Bilder machen. Darum sag‘ ich immer: Die Kamera muss zu Deinen Anforderungen passen. Ich arbeite zum Beispiel mit einer Fujifilm-Kamera, weil ich das Bedienkonzept des Herstellers mag und auch der Meinung bin, dass die Objektive eine hervorragende Qualität haben. Das wirst Du aber mit Sicherheit auch bei jedem anderen Hersteller finden. Über das Thema Sensorgröße und Megapixel quatschen wir einer andere Folger meiner Landschaftsfotografie Tipps.

Grundsätzlich sollte Deine Kamera aber möglichst das RAW-Format beherrschen (ja natürlich geht so ein Bild auch mit einer JPG-Datei – aber ich arbeite nunmal ausschließlich in RAW und kann Dir daher auch nur diesen Workflow empfehlen). Dann ist es wichtig, dass Du alle Parameter möglichst selber einstellen kannst: ISO, Blende und Zeit. Damit beeinflusst Du nämlich, wie das Ergebnis am Ende aussieht. Ein Tipp von mir: Ich arbeite entweder im manuellen Modus oder in der Zeitautomatik und passe hier dann je nach Anforderung die Parameter an. Hier gibt’s an jeder Kamera auch noch das sogenannte Belichtungskorrekturrad – das kannst Du dann fürs Finetuning verwenden.

Fotografieren lernen
Eine wichtige Einstellungsmöglichkeit – die Belichtungskorrektur

Um beim Foto später Verwacklungen zu vermeiden, empfehle ich Dir einen Fernauslöser. Alternativ kannst Du auch den Selbstauslöser oder eine App (falls Deine Kamera das unterstützt) nutzen. Wichtig nur: Finger weg von der Kamera. Zusätzlich solltest Du an Deiner Kamera die Spiegelvorauslösung oder den elektronischen Verschluss auswählen um zusätzlich Erschütterungen zu vermeiden.

Das Objektiv

Hier gibt’s grundsätzlich kein „richtig oder falsch“. Je nachdem, welchen Bildausschnitt Du aufnehmen willst, brauchst Du die passende Brennweite. Ich hab‘ für mein Motiv ein 23mm Weitwinkel verwendet (was umgerechnet ca. 18mm auf Kleinbild abbildet – auch hier quatschen wir ein anderes mal). Generell sind lichtstarke Objektive immer besser – wobei das in der Landschaftsfotografie oft vernachlässig werden kann, da wir häufig sowieso länger belichten. Auch ist die Abbildungsleistung von Festbrennweiten vor allem im Randbereich einem Zoomobjektiv immer überlegen.

Sollst Du jetzt sofort zum Fotohändler Deines Vertrauens rennen und Dir für viel Geld ein neues Objektiv kaufen? Nein. Ich würde immer zuerst das vorhandene Material verwenden und dann upgraden, wenn Du damit an die Grenzen kommst. Glaube mir – ich habe viel Geld durch unüberlegte Objektiv- und Kamerakäufe kaputt gemacht. Hast Du eine Kamera mit fest verbautem Objektiv? Auch kein Problem – probiere einfach aus, was damit möglich ist. Achte nur darauf, dass Dein Objektiv die Möglichkeit besitzt, Filter anzubringen. Wobei das meiner Meinung nach bei jedem Objektiv möglich sein müsste.

3 ultimative Landschaftsfotografie Tipps, wenn Du ein Weitwinkelobjektiv verwendest:

  • Polfilter und Weitwinkel vertragen sich oft nicht Hier musst Du einfach testen, was für Dich am besten funktioniert und für welchen Teil des Motivs Du den Polfilter einsetzen willst.
  • Versuche immer, dass Du möglichst ein Element im Vordergrund mit auf’s Bild bekommst – sonst wirkt das Ganze sehr schnell langweilig und umspannend. Merke: Vordergrund macht Bild gesund.
  • Vor allem bei Weit- und Ultraweitwinkel-Objektiven solltest Du grundsätzlich die Kamera perfekt ausrichten („in’s Wasser bringen“). Dadurch verhinderst Du stürzende Linien. Klar lässt sich auch das in Adobe Photoshop* oder Lightroom korrigieren – aber niemals so perfekt wie wenn Du das Motiv bereits richtig aufnimmst. Hierfür haben viele Kameras bereits eine eingebaute Wasserwaage. Falls nicht gibt es spezielle Kamera-Wasserwaagen für den Blitzschuhanschluss. Wichtig: Immer horizontal und vertikal ausrichten.

Unverzichtbar – das Stativ

Um das Wasser „weich“ darstellen zu können, musst Du die Bewegungen „verschwimmen“ lassen. Das erreichst Du nur, indem Du die Belichtungszeit verlängerst. Das bedeutet aber auch: Aus der Hand fotografieren funktioniert mit ziemlicher Sicherheit jetzt nicht mehr. Darum braucht Deine Kamera einen festen Stand. Und mit fest meine ich auch fest. Jede kleinste Bewegung und Erschütterung zerstört nämlich Dein Motiv. Und glaube mir – es ist extrem frustrierend, wenn Du 120 Sekunden und mehr belichtest und kurz vor Schluss Dein Stativ erschüttert wird.

Aus diesem Grund solltest Du auch nie an einem Stativ mit passendem Stativkopf sparen. Auch hier gibt’s von mir keine Kaufempfehlung. Ich kann Dir nur sagen, dass ich mittlerweile drei Stative nur für’s Fotografieren habe: Ein leichtes aber trotzdem stabiles Carbonstativ für längere Touren, ein schweres und extrem hohes Aluminiumstativ für Bilder aus sehr hohen Perspektiven und ein großes Holzstativ für Strand, Flüsse und die Astrofotografie. Für mich sind dabei die wichtigsten Anforderungen, neben der Stabilität und Tragkraft, auch die Flexibilität. Ein wichtiger Punkt für jedes Motiv ist nämlich die Perspektive – und das sollte Dein Stativ auf jeden Fall gewährleisten. Ich werde aber dem Thema Stativ noch einen eigenen Artikel in meinen Landschaftsfotografie Tipps widmen.

Perfekte Stabilität und keine Erschütterungen sind Grundvoraussetzungen

Auch hier ein Tipp von mir: Die meisten Stative haben an der Mittelsäule einen kleinen Haken befestigt. Dort kannst Du z. B. bei starkem Wind Deinen Kamerarucksack befestigen um so etwas mehr Stabilität zu erhalten.

Unverzichtbar Teil 2: Die Filter

Nun gehts ans Eingemachte. Ich stelle jetzt einfach einmal folgende Behauptung in den Raum: Ohne Filter wirst Du ein solches Motiv nicht aufnehmen können. Und nein ich meine damit immer noch keinen Kaffeefilter und auch kein Instagramfilter. Ich rede von einem Pol- und ND-Filter – auch „Graufilter“ genannt. Um zu verstehen, warum Du welchen Filter einsetzten sollst ein paar kurze theoretische Grundlagen. Betrachen wir uns einmal das folgende Bild, dass komplett ohne Filter aufgenommen wurde.

Der Königssee mit Reflexionen an der Wasseroberfläche

Wie Du erkennen kannst, sind auf der Wasseroberfläche diverse Reflexionen zu sehen. Wie nahezu alles in der Fotografie hat das mit Physik zu tun. Aber keine Angst – ich verschone Dich an dieser Stelle mit weiteren Details. Wichtig ist nur zu wissen, dass solche Reflexionen recht einfach mit einem Polfilter eliminiert werden können. Dadurch wirkt das Wasser viel klarer und teilweise kannst Du sogar bis auf den Grund fotografieren. Und glaube mir, der Königssee ist unfassbar klar. Nicht umsonst ist der See der sauberste Deutschlands. Die Funktionsweise ist recht simpel: Entweder wird der Filter auf Dein Objektiv geschraubt (wichtig: Objektivdurchmesser beachten) oder bei einem Stecksystem in der Halterung angebracht. Danach dreht man den Filter solange, bis der gewünschte Effekt sichtbar wird. Klingt easy? Ist es auch.

Darauf solltest Du bei der Fotografie mit einem Polfilter achten:
  • Egal, für welches Filtersystem Du Dich entscheidest – achte immer auf Qualität.
  • Den Effekt, den ein Polfilter erzielt kannst, Du gar nicht oder nur extrem schwer in Photoshop oder Lightroom erzielen.
  • Polfilter sorgen auch für mehr Kontrast und Farben – probiere es einfach aus. Vor allem Blätter oder der Himmel wirken mit so einem Filter deutlich dynamischer.
  • Wenn Du Autos, Glas, Metall oder auch Fenster fotografierst, kannst Du auch einen Polfilter nutzen, um Spiegellungen und Reflexionen zu reduzieren.
  • Polfilter und Ultraweitwinkel werden wahrscheinlich nie wirkliche Freunde. Das erkennst Du vor allem im Himmel: Dort ist das Blau in der Bildmitte sehr stark ausgeprägt, wenn Du einen Polfilter auf ein (Ultra-) Weitwinkel-Objektiv packst, während die Ecken kaum vom Polfilter profitieren. Das ist natürlich nicht wirklich schön. Darum setze ich den Polfilter an meinem 23mm-Objektiv in der Regel nur für den „unteren Teil“ meiner Motive ein (Stichwort: Doppelte RAW-Entwicklung – siehe Teil 2).
  • Schraubst Du einen Polfilter vor Dein Objektiv, verlierst Du immer Lichtstärke. Normalerweise sind das um die 1,5 Blendenstufen. Das solltest Du auch in Bezug auf den Einsatz eines Stativs berücksichtigen.

Wenn wir es nur geschafft haben, könnte das Ergebnis in etwa so aussehen:

Der Polfilter im Einsatz

Krasser Unterschied. Oder was meinst Du? Wenn Dir diese Art von Bild perfekt gefällt – dann kannst Du an der Stelle direkt bei Teil 2 meiner Landschaftsfotografie Tipps weiter machen. Aber glaube mir – mit einem Graufilter kannst Du das Ganze noch auf die Spitze treiben. Darum lohnt es sich, noch ein bisschen weiter zu lesen.

Um das Wasser im finalen Motiv dann noch weicher und fast schon ein bisschen mystisch ablichten zu können, müssen wir, wie bereits oben erwähnt, die Belichtungszeit erhöhen. Das sorgt dafür, dass alle Bewegungen verwischen. Du kennst das vielleicht von der Nachtfotografie und den vorbeifahrenden Autos. Oder von den Touristenhotspots, die Du mit Hilfe von Langzeitbelichtung menschenleer zaubern kannst. Aber auch dazu an anderer Stelle mehr. Je dunkler es wird, umso länger wird Deine Belichtungszeit. Mein Motiv ist aber um die Mittagszeit aufgenommen. Eine katastrophale Zeit, aber wie bereits erwähnt – manchmal muss man eben aus der Situation das beste machen. Was also tun?

Das Ziel: Längere Belichtungszeiten

Um die Belichtungszeit zu erhöhen, kannst Du natürlich den ISO-Wert Deiner Kamera auf den niedrigsten Wert setzen und die Blende schließen (also die Blendenzahl erhöhen). Bei Bewölkung oder z. B. im Wald kannst Du tatsächlich auch ohne Hilfsmittel „gute“ Belichtungszeiten für Wasser erreichen. Hier reicht teilweise sogar auch schon der Polfilter aus. Allerdings wirst Du an einem sonnigen Tag damit nicht wirklich weit kommen. Zumal Dein Objektiv bauartbedingt mit zu hohem Blendenwert unscharf wird. Das ist leider bei jedem Hersteller so und lässt sich nicht wirklich verhindern. Darum vergiss den Gedanken an Blende 22, 32 oder ähnliches am besten gleich wieder. Ich arbeite bei meiner Kamera bis maximal Blende 16 – das aber auch nur in Ausnahmefällen. Ein Richtwert ist alles zwischen Blende 7.1 und Blende 14 – je nach Sensorgröße.

Natürlich kannst Du auch mit geringeren Blendenwerten experimentieren und den Fokus damit z. B. auf den Vordergrund lenken. Aber dadurch wird es natürlich noch schwieriger auf die benötige Belichtungszeit zu kommen. Das Wasser und der Himmel in meinem 0711bilder-Motiv wurde z. B. mit 2,1 Sekunden belichtet, bei ISO 160 und Blende 14.

Zauberwort: Langzeitbelichtung

Daher hat nun die Stunde des ND-Filters geschlagen. Du hast bestimmt schon davon gehört oder besitzt bereits ein ganzes Sortiment dieser „Graufilter“. Im Prinzip ist das nichts anderes wie eine „Sonnenbrille“ für Dein Objektiv. Je nach Stärke, lässt der jeweilige Filter mehr oder weniger Licht ins Objektiv. Dadurch erhöht sich die Belichtungszeit und Du kannst auch am Tag über 1 oder 2 Sekunden belichten. Welche Filterstärke Du am besten einsetzt ist natürlich immer Geschmacksache. Ich finde nur, dass vor allem Wasser bei einer zu langen Belichtungszeit irgendwann einfach zu krass aussieht. ND-Filter gibt es auch in unterschiedlichen Ausführungen. Entweder in verschiedenen Stärken zum Schrauben oder aber für ein passendes Stecksystem. Bei der Schraub-Variante bieten ein paar Hersteller auch noch einen variablen ND-Filter an. Dieser wird ähnlich wie ein Polfilter durch Drehen eingestellt.

Bei meinem letzten Besuch in Lindau am Bodensee habe ich diese Bild hier aufgenommen. Da ist für meinen Geschmack die Belichtungszeit für den Bodensee schon am Limit gewesen. Wohingegen die Wolken am Himmel durch sehr lange Belichtungszeiten sehr spannend aussehen können. Probier’s einfach aus wie es Dir am besten gefällt.

Landschaftsfotografie Baden-Württemberg
Langzeitbelichtung am Bodensee
Was Du beim Einsatz eines ND-Filters beachten solltest
  • Achte auch hier beim Kauf auf gute Qualität. Filter sollten möglichst farbneutral sein.
  • Klingt banal, wird aber oft unterschätzt: Putze die Filter regelmäßig.
  • Wenn Dein ND-Filter so stark ist und Du eine spiegellose Kamera im Einsatz hast, kann es sein, dass der Autofokus nicht mehr funktioniert. Hier solltest Du dann erst fokussieren, den Autofokus deaktivieren und dann den Filter anbringen.
  • ND-Filter eignen sich auch hervorragend, wenn Du gegen die Sonne fotografieren willst. Ein Tipp für das Vermeiden von Lensflares findest Du weiter unten.
  • Neben ND-Filtern gibt es auch noch Verlaufsfilter. Damit kannst Du beispielsweise Sonnenauf- und Untergänge einfacher belichten. In der Praxis musst Du testen, ob Du mit diesen Filtern arbeiten kannst. Oft eignen sich Verlaufsfilter nur für einen sehr geraden Hintergrund wie ein Horizont am Strand.

Mein Lifehacker für Gegenlicht-Situationen (funktioniert natürlich auch ohne Filter)

Kennst Du das auch? Episches Sonnenlicht, aber störende Lensflares im Bild? Teilweise lässt sich das natürlich mit Bildbearbeitung reparieren. Ich habe mir aber angewöhnt das wie im folgenden Bild zu lösen: Einfach mehrere Bilder aufnehmen und bei einem die Hand vor die Sonne halten. Dann hast Du auf jeden Fall eine Version komplett ohne Blendflecken im Bild. Später musst Du die Bilder dann in Photoshop übereinander legen und den Teil mit der Hand ausmaskieren. Und schon hast Du ein Bild ohne störende Flecken. Mehr zum Thema Photoshop und Lightroom aber in Teil 2 meiner Landschaftsfotografie Tipps.

Auf dem Weg zum flarefreien Bild


Ein Wort noch zum Filtersystem: Für welche Art von System Du Dich entscheidest, hängt immer ganz von Deinem persönlichen Workflow ab. Steckfilter haben allerdings den Vorteil, dass Du relativ einfach mehrere Filter übereinander packen kannst ohne das eine Vignette im Objektiv entsteht. Das kann Dir bei einem „Turm“ an Schraubfiltern vor allem bei krassen Ultraweitwinkel-Objektiven durchaus passieren. Mein absoluter Landschaftsfotografie Tipp ist immer nur: Kaufe anständige Qualität!

Meine Landschaftsfotografie Tipps zusammengefasst: Das perfekte Equipment

  • Eine Kamera bei der Du die jeweiligen Parameter einstellen kannst und die möglichst auch RAW-Dateien produzieren kann.
  • Ein Objektiv mit einer Brennweite, die zu Deinem gewünschten Motiv passt.
  • Ein stabiles Stativ mit passendem Stativkopf – Holz, Carbon oder Stahl ist immer Geschmacksache. Die Qualität sollte aber stimmen.
  • Ein Polfilter wenn Du die Reflexionen im Wasser entfernen willst.
  • Ein oder mehrere ND-Filter wenn Du das Wasser weich machen und Bewegungen „verschwimmen“ lassen willst.

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