0711bilder ist Landschaftsfotograf aus Stuttgart
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Dein Must-have für schöne Landschaftsfotos

Epische Sonnenuntergänge, ein Gipfel im Nebelmeer, ein Alpensee in der Abendsonne oder die Milchstraße über den Bergen. Bilder, die zum Träumen einladen. Du willst schöne Landschaftsfotos aufnehmen? Dann brauchst Du natürlich zuerst einmal eine Kamera* mit einem passenden Objektiv. Ich gehe aber einfach einmal davon aus, dass Du das bereits besitzt. Um für Deinen nächsten Trip perfekt ausgerüstet zu sein, habe ich Dir meine persönliche Equipment-Top 5 für Landschaftsfotografen zusammengestellt.

1. Das Stativ

Ein gutes Stativ darf meiner Meinung nach bei keiner Fotoausrüstung fehlen. Ich besitze mittlerweile allein drei Stück nur für die Fotografie – ohne Lampenstative. Dabei habe ich für jede Anforderung das optimale Stativ:

  • Ein leichtes, kompaktes Carbon-Stativ* für längere Touren.
  • Ein extrem hohes Aluminiumstativ* für Bilder aus besonderen Perspektiven.
  • Ein Holzstativ* für Aufnahmen am Meer, an Seen und in Flüssen und Bächen.

Natürlich reicht auch ein Stativ vollkommen aus. Ich empfehle Dir beim Kauf aber immer auf gute Qualität zu achten. Denn bedenke: Das Stativ ist immer das einzige Teil, dass zwischen dem Boden, dem Wasser oder dem Felsen und Deiner Kamera steht. Außerdem spielt auch die Wahl des richtigen Stativkopfs eine wichtige Rolle. Hier musst Du entscheiden, mit welchem System Du am besten Arbeiten kannst. Schöne Landschaftsfotos wirst Du sowohl mit einem Kugel* als auch einem Panoramakopf aufnehmen können. Die Wahl des Schnellverschluss-Systems hängt auch von Deinen persönlichen Präferenzen ab. Ich arbeite mittlerweile sowohl im Video- als auch im Fotobereich mit Arca Swiss.

2. Der Pol-, ND- und Verlaufsfilter

Vor allem bei Aufnahmen von Gewässern ist ein Polfilter* für mich unerlässlich. Dabei eliminiert der Polfilter Reflexionen wodurch das Wasser in Deinem Motiv deutlich klarer wirkt. Teilweise kannst Du auch bis auf den Grund fotografieren. Ein paar Tipps für den Umgang mit einem Polfilter habe ich Dir hier beschrieben. Bei Polfiltern hast Du grundsätzlich die Wahl zwischen zwei verschiedenen Systemen. Entweder packst Du den Filter* direkt auf Dein Objektiv oder nutzt einen Filterhalter* mit integriertem Polfilter*. Natürlich haben beide Systeme ihre Vor- und Nachteile. Achte beim Kauf aber auch hier auf die Qualität. Dabei spielt bei einem Filter immer die Art und Wertigkeit der Vergütung die wichtigste Rolle. Übrigens: Auch bei der Autofotografie kannst Du einen Polfilter nutzen, um Reflexionen auf dem Lack zu reduzieren.

ND- und Verlaufsfilter

Neben einem Polfilter nutze ich häufig auch ND*– und Verlaufsfilter*, um schöne Landschaftsfotos auf den Sensor zu bannen. Dadurch kannst Du am Tag länger belichten und erhältst so tolle Effekte im Wasser und auch durch Wolken am Himmel. Mehr dazu findest Du hier. In der Regel besitzen wir Fotografen ein ganzes Sortiment an ND-Filtern in unterschiedlichen Stärken, um so die Belichtungszeit je nach Bedarf regeln zu können. Dabei können die Filter natürlich auch übereinander gepackt werden. Auch hier kannst Du zwischen Steck* und Schraubsystemen wählen. Solltest Du mehrere Filter kombinieren wollen, würde ich Dir aber immer zu einem Stecksystem raten. Das hat folgenden Grund: Wenn Du mehrere Schraubfilter übereinander platzierst, kann es sein, dass bei einem Weitwinkelobjektiv recht schnell eine Vignettierung an den Rändern sichtbar wird. Dieses Problem ist bei einem Stecksystem in der Regel nicht so sehr ausgeprägt. Außerdem kannst Du ein solches System durch Adapterringe an jedes Deiner Objektive anpassen und musst dadurch nicht jedes Mal einen neuen Graufilter kaufen. Übrigens: Wenn Du direkt gegen die Sonne fotografieren willst, kannst Du den ND-Filter auch wunderbar dafür einsetzen.

Schöne Landschaftsfotos können überall aufgenommen werden.
Wasserfälle sind immer ein beliebtes Motiv

3. Der Rucksack

Nicht selten schleppen wir Landschaftsfotografen Equipment im Wert von mehreren hundert Euro durch die Gegend. Darum ist der sichere Transport ein wichtiges Thema. Ich habe aus diesem Grund mehrere Rucksack-Modelle im Einsatz, die ich je nach Bedarf bestücken kann. Neben einem stoß- und wasserfesten Modell, habe ich eine „Everyday-Variante*“ im Einsatz, in der meine komplette Ausrüstung Platz findet. Für Städtetrips habe ich zudem noch einen kleineren Rucksack* zur Auswahl, in dem ich weniger Equipment transportieren kann, aber dafür weniger Gewicht schleppen muss.

Für mich ist neben Tragekomfort und dem Schutz meiner Ausrüstung vor allem auch die flexible Einteilung der Fächer wichtig. Außerdem solltest Du bereits beim Kauf bedenken, dass Deine Ausrüstung mit den Jahren sicherlich noch wachsen wird. Darum sind auch modulare Systeme interessant. Zudem sollte Dein Stativ am Rucksack befestigt werden können und eine Regenabdeckung zum Lieferumfang gehören.

4. Nützliche Gadgets in meinem Rucksack

Spätestens, wenn Du das erste Mal einen Wasserfall fotografieren bist, wirst Du das obligatorische Reinigungsequipment* in Deinem Kamerarucksack zu schätzen wissen. Neben diversen Reinigungstüchern für meine Objektive habe ich mittlerweile auch immer einen Blasebalg* in meinen Rucksäcken dabei. Vor allem, wenn Du an der Location häufige Objektivwechsel durchführst, wirst Du irgendwann Staub auf den Sensor bekommen. Das lässt sich in der Regel leider nicht verhindern. Wohl dem, der dann immer einen Blasebalg griffbereit hat.

Vor allem bei Langzeitbelichtungen solltest Du Deine Kamera nicht berühren. Deswegen habe ich auch immer einen Kabelfernauslöser* mit dabei. Diese Funktion übernehmen mittlerweile auch Apps der Kamerahersteller. Allerdings lässt sich zum Beispiel eine Langzeitbelichtung im Bulb-Modus meiner Meinung nach am besten mit einem externen Fernauslöser steuern.

Seitdem ich mit einer spiegellosen Kamera fotografiere, ist eine spezielle Wasserwaage für den Blitzschuh* nicht mehr Teil meiner Ausrüstung. Diese Funktion ist bei meiner Fujifilm in die Kamerasoftware integriert und funktioniert zuverlässig. Sollte Deine Kamera diese Funktion aber nicht unterstützen, empfehle ich Dir eine Anschaffung in jedem Fall. Denn dadurch kannst Du Deine Motive perfekt ausrichten. Das ist vor allem beim Thema Perspektivkorrektur wichtig.

Für den maximalen Schutz sind meine Ersatz-SD-Karten* sicher in einem speziellen Case* verpackt. Außerdem habe ich immer eine SSD-Festplatte* mit dabei, um meine Bilder über mein iPad* im Hotel oder noch im Auto sichern zu können.

5. Für Astrofotografie: Die Montierung

Du möchtest perfekte Bilder von der Milchstraße fotografieren und planst hin und wieder Astrofotos aufzunehmen? Dann kannst Du über die Anschaffung einer speziellen Montierung* nachdenken. Als Astrofotograf hast Du immer das Problem, dass Du nur eine gewisse Zeit belichten kannst, um die Sterne punktförmig auf Dein Bild zu bekommen. Dies hängt mit der Erdrotation zusammen. Um das zu erreichen, benötigst Du ein lichtstarkes Objektiv mit geöffneter Blende und musst in der Regel die ISO-Werte der Kamera relativ hoch einstellen. Um dem ISO-Rauschen entgegenzuwirken, nutzen viele Fotografen das sogenannte „Stacking“ und legen dadurch in der Bildbearbeitung* mehrere Aufnahmen übereinander.

Alternativ dazu kannst Du die Drehung der Erde durch eine Montierung ausgleichen. Dabei wird das Gerät zwischen Stativ und Kamera gepackt und auf den Polarstern ausgerichtet. Sobald dann auch Deine Kamera ausgerichtet ist, kannst Du lange belichten, ohne dass sich die Sterne in Striche verwandeln. Ein weiterer Vorteil solch einer Montierung: Durch das Schließen der Blende kannst Du Planeten und sehr helle Sterne mit Blendensternen fotografieren. Ohne künstlichen Softwarefilter. Zum Thema Astrofotografie werde ich aber noch einen eigenen Artikel verfassen. Zum Planung hilft Dir die App PhotoPills sehr gut.

Die Milchstraße ist immer wieder ein schönes Landschaftsfoto
Die Milchstraße – immer wieder beeindruckend

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